LOS und Pink Cross lancieren gemeinsame Kampagne für den Schutz

Das Referendum gegen die Erweiterung der Anti-Rassismus-Strafnorm wurde heute von EDU und JSVP eingereicht. Die Schweizer Bevölkerung wird am 9. Februar 2020 über den Schutz von Lesben, Schwulen und Bisexuellen abstimmen. Die beiden Dachverbände LOS und Pink Cross lancieren eine gemeinsame Homepage mit Spendenaufruf, um für den Schutz von Lesben und Schwulen durch die Antirassismusnorm zu kämpfen.

Heute Nachmittag reichten die beiden Parteien das Referendum ein; voraussichtlich stimmt die Schweizer Bevölkerung im November über den Diskriminierungsschutz ab. Die bisherige Strafnorm bezieht sich auf Rasse, Ethnie und Religion und soll um den Aspekt der sexuellen Orientierung erweitert werden. Das Parlament hatte vergangenen Winter beschlossen, dass sie um den Aspekt der sexuellen Orientierung hätte erweitert werden sollen. Diese Neuerung bekämpfen die Initiant*innen des Referendums. «Die Eweiterung der Strafnorm gewährleistet ein sicheres Leben für Lesben, Bisexuelle und Schwule», so Anna Rosenwasser, Geschäftsleiterin der LOS. «Das Referendum bekämpft den Schutz einer verletzlichen Gruppe.»

Die Dachverbände LOS und Pink Cross reagieren zusammen: Gemeinsam haben sie eine gemeinsame Webseite lanciert, um den Kampf für den Schutz zu ermöglichen. «Homohass führt dazu, dass Lesben, Bisexuelle und Schwule noch immer tätlich angegriffen werden», so Roman Heggli, Geschäftsleiter von Pink Cross, «wir sind zuversichtlich, dass eine klare Mehrheit der Schweizer Bevölkerung dies nicht dulden will.»

Mehrere Quellen berichten davon, dass die Referendums-Initiant*innen in diversen Kantonen Unterschriften gesammelt haben unter dem Vorwand, das Referendum sei gegen Homophobie – anstatt eines Referendums, das den Schutz vor Homophobie bekämpft.